3.12.2013, Dienstag, 17. Radtag, Pattaya – Chonburi 70Km

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Ich hatte relativ gut geschlafen und war im gegenüberliegenden, großen Straßenrestaurant um 8:00 Uhr der erste Gast. Reges Treiben um mich. Frisches Obst, Gemüse, Fleisch wurden angeliefert, Theken befüllt und für den Tag angerichtet. Das ganze Personal, Köche, Bedienungen, Hilfen waren gut gelaunt, lächelten, machten Scherze und sangen mit der Radiomusik. Ich selbst hatte Spaß daran und genoss dieses Umfeld. Nachdem ein  frisch gepresster Kiwisaft mein Frühstück krönte, begab ich mich zum Hotel um die Radtaschen zu packen, denn ich wollte heut zumindest noch nach Chonburi, um dort noch die Lage in Bangkok nochmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Da gestern in der Dunkelheit  nur ein Teil von Pattaya zu sehen war, sollte die  Gelegenheit genutzt werden  und so rollte das Rad mit mir noch eine gemütliche  Ehrenrunde. Aufgesattelt  ging`s noch durch die Sois an der Coast,  um schließlich nach zwei Stunden ab der  Working Street  wieder auf Strecke Richtung Norden zu gehen.

P1030386 P1030388 P1030389 P1030390 P1030392 P1030353Doch Pattaya lebt anscheinend nur am Nachmittag und Nachts. Es kam mir vor, als wenn teilweise die Bürgersteige hochgeklappt wären. Oft leere Straßen, aber laut der Transparente kann man hier so ziemlich alles haben.  Augenlaserung, Zahnersatz, Falten weg durch Botox, Massagen aller Art, Tattoos, Silikonimplantate, deutsche Schnitzel und sogar Erdinger Weisse. Alles was das Herz begehrt. Es dauerte nicht lange, bis sich der Strand füllte und das Leben wieder langsam in Gang kam. Viele braungebrannte  Rentner und Pensionisten, händchenhaltend mit ihrer neusten Errungenschaft (teils mit Kinderwagen). Jedoch sind derartige Tourimetropolen, egal ob in Thailand, Italien oder Algavre doch irgendwie gleich. Es regiert  Konsum und Kommerz. Nachdem ich etwa zwei Stunden alles gemütlich angeschaut hatte, machte ich mich auf den Weg nach  Chonburi.

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Teilweise 5-spurige Autobahn, über 70 Km ohne Unterbrechung Gewerbegebiete mit Schwerlastverkehr, Dreck,  Gestank und Autos ohne Ende. Dabei hatte ich mir diese Küstenstraße ruhiger als die 331 vorgestellt. Doch weit gefehlt. So gegen 17:00 Uhr waren im Gegenwind 70 Km auf der Anzeige und ein Hotel war auch gefunden. Diese Stadt ist, obwohl so nah an Bangkok, jedoch eine Stadt der Thais. Kein Tourist, kaum einer konnte ein Wort Englisch, kein Vergleich mit Pattaya.  So, nun heißt es aber langsam umswitchen. Hab nur noch drei Tage und morgen wäre mein Ziel Bangkok. Da die Nachrichten im Hinblick auf die Aufstände nichts Gutes berichten, kam der Gedanke in mir, eventuell den Bus zu nehmen. Muss auch in der Stadt noch eine Radschachtel und Packband besorgen, denn die von der Hinreise liegt in Hanoi rum. Vielleicht waren es die letzten Radkilometer des Jahres. Hab gehört zuhause ist es etwas zu kalt zum Radfahren.