2. 12.2013, Montag, 16. Radtag, Rayong – Pattaya 60 Km

Alle hochauflösenden Fotos unter diesem Link;

https://www.dropbox.com/sh/ug51rm1fmrbderx/AACqL-kqfI-poN4C6hq9Jhq1a?dl=0

Einige Verschleißerscheinungen waren nun, nach den letzten intensiven Radtagen doch vernehmbar und morgens im Spiegel Erstaunen,  wie mich doch gestern die Sonne hergebrannt hat. Eine große Blase am linken Oberfuß schmerzte bei Druck. Sie entstand auf sonnenverbrannter Haut und tat weh. Gemütlich, erst gegen 10:30 rollte ich langsam los. Es wurde mir von der Stadt Rayong abgeraten und anstatt dessen sollte besser Pattaya angefahren werden. Die Gegend wurde etwas kupierter und musste nun, da es nach Norden ging, teilweise dem  Gegenwind Parole bieten. Aber was soll’s, meist war mir bei dieser Tour eh Rückenwind beschieden. Entgegen der oft endlosen Weiten und einförmiger Lanschaft der letzten Tage,  so kam nun wie auf einem Schlag das Gegenteil. Vor  gut 30 Jahren war ich mal in Pattaya und hatte es noch viel kleiner in Erinnerung. Nun sieht man schon von Weitem riesige Hotelblöcke, überdimensionale Werbetafeln ragen neben der Autobahn in den Himmel und was da abgeht, kann man sich kaum vorstellen. Interessant hierbei, dass bei Bauwerken in dieser Gegend ein erheblicher Aufwand in die Stabilisierung der Grundfeste betrieben werden muss. So werden im Abstand von nur knapp zwei Metern lange Betonklötze vertikal  in den Boden getrieben um auf festen Boden zu gelangen, sonst würden wohl die Gebäuede in den Boden versinken.

Stop and Go ging’s zuerst die Second Street hinauf und ich ließ das Rad dann auf der etwa 5Km langen Promenade die berühmte Beach Road hinunterrollen.

P1030364 P1030366 P1030367 P1030368 P1030369 P1030358

Neben  mir Pickuptaxis, beladen mit Touris, am Strand Motorboote, Skysurver, Superjachten, soweit das Auge reicht. Ein Sprachengemisch im hektischen Gequirle von Amerikanern, Russen, Koreanern, Japanern, Engländern, Holländern…. . Das sind Kontraste!! Es wurde mir geraten, ein Hotel in der Second Street zu nehmen. Wieder vergaß ich zu fragen ob eine Lüftungsmöglichkeit im Zimmer sei. Das fiel mir aber erst auf, nachdem die Radtachen im dritten Stock waren. Es war ein abgenutztes, schlecht belüftetes Zimmer, aber es war nicht so schlimm wie damals bei Ha Long. Unverständlich, auch hier einfach eine Festverglasung, ein Raum ohne Lüftungsmöglichkeit von aussen. Beim durchstreifen der Straßen, grauste mir auf dem Bürgersteig vor dem abartigen Kläranlagengeschmack, der durch dicke, gelochte Eisenplatten aus der Kanalisation kam. Doch das juckte anscheinend nicht die Händler, die unmittelbar daneben Lebensmittel verkauften. Dicht gedrängt die Geschäfte, Restaurants, Bars, aus denen laute Musik kam und die zusammen mit dem Straßenverkehr eine belebte Geräuschkulisse bildeten. Aufgefallen ist mir oft die russische Sprache. Tja, deren Oberschicht erobert jetzt die Urlaubsgebiete auf der ganzen Welt.  Auch waren  deutsche Stimmen zu vernehmen. Zwei  Nürnberger waren etwas erstaunt, dass man mit dem Rad aus Hanoi kommen kann. Sie hatten keine Probleme mich zu einem Bier zu überreden, aus denen mehrere wurden. Sie erzählten mir, in Bangkok gäbe es zur Zeit wieder Unruhen und es sei nicht ratsam,  bereits morgen dahin aufzubrechen. Die letzte Tat des Tages war, in einem Internetcafe die Lage dort zu  checken.