Kategorie-Archiv: Genf-Nizza – Mit dem Rennrad Bergetappen der Tour de France Juni 2014

Tagesetappen der Tour de France Abschnitte von Genf nach Nizza.

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Genf – Nizza, Rennradtour durch Südfrankreich entlang der Königsetappen der Tour de France

 

Einleitung:

Werte Leser dieses Berichts,

Wieder mal Zeit eine Radwoche zu unternehmen. Diesmal geht`s in einer Gruppe von sieben Personen von Genf nach Nizza, durch landschaftlich herrliche Bereiche der Alpen, entlang vieler geschichtsträchtiger Bergetappen der Tour de France.
Vor Monaten kam die Idee, mal eine Urlaubs- Radwoche entlang der Königsetappen der Tour de France durchzuziehen.

Uwe Steininger und Renate Rankl, Alfred Kellermann, die Pisingers mit Peter, Inge, Melanie Ziegler und als Verfasser dieser Zeilen, Werner Pongratz, allesamt Mitglieder des Laufvereins und Ski & Bike Deggendorf, brauchten nicht viele Worte um sich von einem derartigen radlerischen Highlight überreden zu lassen.
Krankheitsbedingt musste Melanie absagen, wofür Julia mitreiste.
Geplant war hierbei, daß immer ein Teilnehmer oder Teilnehmerin mit dem Auto begleitet und die Leute auf dem Rad somit immer mit Service versorgt sind.

Bei der richtigen Tour de France, die dieses Jahr am ab 6. Juli, unmittelbar nach der Fußball WM stattfindet, geht`s über 21 Etappen von England aus los. Die Profis der Szene strampeln dann wieder in schier unmenschlichen Schinderetappen mit viel Medienspektakel und pharmazeutischer Unterstützung durch Frankreich und kommen auch in die Region der Königsetappen, wo wir als Vorhut, wenn auch nicht ganz so schnell, die Strecken erkundeten.

Bei Doppelklick auf die Fotos zwischen den Blogzeilen erscheinen diese vergrößert.
Nur schade, dass sie die Schönheit dieser Landschaft nur zum Teil ausdrücken können.

Im Vorfeld hatte jeder der Teilnehmer die Aufgabe sich um die Buchung eines an der Etappe liegenden Hotels für die Übernachtung, Frühstück etc. zu kümmern.

Dies klappte auch soweit ganz gut. Es war immer ein angenehmes Gefühl zu wissen, dass nicht immer am Abend die Suche nach einer Bleibe beginnen musste, außerdem ist es nicht leicht, hierbei für eine Gruppe mit sieben Leuten Zimmer zu bekommen.

Was die Streckenführung anbelangt, so haben wir Tracks aus dem Gpsies Portal übernommen und leicht abgeändert, was sich an sich bewährt hat.
Diese Tracks sind als Ling so wie auch die kompletten Fotos bei den jeweiligen Tagen eingefügt.

Eigentlich wollte ich zeitnah, also jeden Abend mit Fotos und Text über das Erlebte berichten, dies war jedoch nicht möglich, da einfach keine Zeit war. Die Tage bestanden vorwiegend aus Radfahren. Früh ging`s los,  Abends angekommen, Duschen, Essen, Vorbereitung auf den nächsten Tag, ein bisschen Ratsch und müde ab in die Falle.
So eben ein Bericht kurz nach dem Ende der Tour.

Die Lings der gesamten Bilder zu den jeweiligen Tagen folgen noch in Kürze, wenn sie auf Picasa eingestellt sind.

1. Tag Anfahrt mit dem Auto nach Martigny, weiter ab 11:00 Uhr mit dem Rad

Martigny – Charmonix (Mont Blanc) St. Gervais les Bains  -Megeve-  2100 Hm, 83 Km

Pässe: Col de la Forclaz 1526m

Link Strecke 1. Tag

http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=02DB729B93CBD617EAA246833CDA90E8?fileId=vwgdokvbizmfvyng

Link Fotos  1. Tag

https://www.dropbox.com/sh/t3k0q2e3h9b3dun/AAAlbTHuatb9Ih__72YwvOt7a?dl=0

So kam es, dass wir so gegen 3:00 Uhr morgens am Samstag den 14.Juni, von Rettenbach aus, einen Sprinter vollbeladen mit Rädern, nötiger Utensilien und sieben motivierten Radfahrern Richtung Schweiz aufbrachen, um noch am selben Tag die erste Tour zu bestreiten. Mit dem Verkehr klappte  soweit  alles und wir hatten keinen Stau.

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Gegen10:30 waren wir  bereits in Martigny, als wir südlich vom Genfer See nach 700 zurückgelegten Autokilometern die Räder ausgepackt- und uns zur großen Tour vorbereiteten.

Bei drückender Hitze ging`s unmittelbar nach dem ersten Kreisverkehr gleich los in den Berg  und man konnte sich schon mal darauf einstellen, was da die nächsten Tage auf uns zukommt. Die Gruppe kämpfte sich zwischen anderen Rennradlern, Motorrädern und Autos die ersten Höhenmetern auf belebter Straße hoch. Radsport ist hier wohl sehr begehrt. Serviceteams und Betreuerwagen am Wegesrand und oben am ersten Pass quirliges Leben in Gaststätten und Cafes .  Auf dem ersten Anstieg fand wahrscheinlich irgendein Rennen statt, da zig Wohnmobile an markanten Stellen die Straße säumten und wohl auf das Tagesereigniss, der Vorbeifahrt der Profis wartete.

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Hier am Col de la Forclaz waren nun die ersten tausend Höhenmeter  zurückgelegt als die Sonne hinter den Wolken verschwand und es  Richtung  Charmonix  zuging.

Südöstlich dieses Ortes war dominant der untere Teil des Mont Blanc zu sehen. Leider war er etwas in Wolken gehüllt, man sah nur die unteren Schneefelder und eine imposante Gletscherzunge die fast bis zum Ort herunterreichte.

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Entlang dieser Strecke lebt in Jahreszeiten, wo die Ausübung des Radsportes möglich ist, eine ganze Industrie im Hotel und Gastronomiegewerbe von den Radfahrern, die an diesen geschichtsträchtigen Strecken diese wunderbare Landschaft und die tollen Pässe genießen wollen.

Da ich noch eine Erkältung in mir hatte, entschloß ich mich, an diesem ersten Tag den Job als Fahrer zu machen. Zu allem Übel war in einem Waldstück mit engen Serpentinen plötzlich aufgrund einer Baustelle die Straße so eng geworden, dass mit dem Sprinter kein Durchkommen mehr möglich war. Lediglich für Radler war eine Trasse vorhanden. So rangierte ich mit dem großen Sprinterkübel in etlichen Manövern in die Gegenrichtung und befürchtete schon am Bankett abzurutschen. Doch es ging gut, wenn auch viele Kilometer Umweg auf einer anderen Straße gesucht werden mussten. So gegen 16:00 Uhr, nach einer erneuten Steigung bei Nassy, fand ich unser erstes Hotel, wo eine gute Stunde später auch die Radler eintrafen.

Eine freundliche Receptionsdame begrüßte uns und wir luden das Gepäck auf unsere Zimmer. Der Einfachheit halber dachten wir, wir essen gleich im Hotelrestaurant. Nobel ging es zu. Als wir die Speisekarte sahen verging uns jedoch der Appetit.  Kurz hochgerechnet inclusive Getränke würden sich pro Person incl. Getränke 50 bis 60 Euro summieren. Da wir Radler sind und Kohlehydrate brauchen, versuchten wir die Bedienung zu überreden den Koch um Spagetti zu fragen.  Sie kam  aus der Küche und meinte pro Portion müssten wir etwa 22 Euro berappen, jedoch würde sie uns neben der Hauptspeise noch eine Vorspeise empfehlen, da sie nicht mehr für so viele Personen Nudeln hätten. Nun hatten wir genug und verließen trotz etwas Missstimmung gegenüber dem Personal das Restaurant und suchten eine Pizzeria auf. Doch abgesehen von aufgelackten Obern war das Essen dort zwar etwas günstiger, doch zufrieden konnte man nicht sein. Tja die Franzosen. Wie werden wohl die nächsten Tage.

Den Tourteilnehmern ging es jedenfalls gut und die Höhenmeter des ersten Tages hatten alle gut weggesteckt.

2. Tag,15.6.2014 Megeve – Bour St- Maurice– Val dÌsere 115 Km 3300 Hm

Pässe:

Col des Saisies 1650m

Cormet de Roselend 2082m

Val dÌsere 1930m

Ling Strecke 2. Tag

http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=02DB729B93CBD617EAA246833CDA90E8?fileId=rfmzqqqzpfcyxkvw

Link Fotos  2. Tag

https://www.dropbox.com/sh/p3ql08sy5ey942k/AADrFGOSClDR9vio9rkbVKKSa?dl=0

Ein neuer Radtag lag vor uns und eitel Sonnenschein. Das Frühstück im Hotel war nach den schlechten Erfahrungen des Abendessens in Ordnung und gestärkt stiegen wir auf die Räder um heute das Tagesziel Val dÌsere zu erreichen.

Es ging zuerst einige Km leicht bergab, bis bei Notre Dame de Bellecombe die Straße steiler wurde und wir nach weiteren 20 Km Anstieg an einen großen Stausee, den Lac de Roselend kamen.

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Wir fuhren eine Zeit entlang des Ufers, bis die Straße wieder anstieg und die Serpentinen in der heute tiefliegenden Wolkenschicht verschwanden. Bis zum Cormet de Roselend lagen noch einige Höhenmeter vor uns, die wir nach einer Stunde hinter uns hatten und am Pass angelangt waren.

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So, nun ging`s wieder an die Abfahrt. Nassgeschwitztes Zeugs runter, trockene und warme Sachen anziehen und ab in die wärmeren Luftschichten.

In Bourg Saint Maurice angekommen hatten wir nun den Val dÌsere vor uns und es ging wieder zäh los. Immer schlimm, bis die Muskulatur wieder warm ist und man seinen Rhytmus wieder gefunden hat.

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Zu erwähnen ist hierbei, dass die Höhenmeterangaben auf dem Diagramm der Gspies Lings nicht immer stimmen. Man kann ca 10 – 20 % abziehen, dann müsste es passen.Die unter dem Tag beschriebenen Höhenmeterangaben sind richtig.

So, nun wieder der nächste Pass. Zäh schlängelte sich die Straße hoch und es standen wieder mal etwa 1000 Hm Steigung an. Es war relativ kühl und von von unten sichtbar kündigte sich vor dem Skitouristenort eine Staumauer an. Durch die vielen Tunnels entlang der Straße pfiff ein kalter Bergwind entgegen, der mit zunehmender Höhe fast schon fröstelnd wirkte. Nun waren wir in Val dÌsere.

Ein, wie viele Orte dieses Charakters, nach Kriterien des Tourismus gebauter Geldumschlagplatz. Hotelburgen, Restaurants und Skilifte, wo nun mal in dieser Zeit nicht viel los ist.

Eigentlich dachten wir, es sei geschafft. Doch nach dem Track lag unser Hotel noch etwa 3 Km hinter der Ortschaft, die sich eh schon lang dahinzog. Es ging immer leicht bergauf und zu allem Übel kam uns ein böiger Fallwind entgegen, der das Treten schwer machte und jeder Meter Fortbewegung erschien mühselig. Man bekam Böen von vorne die einen fast umwarfen. Da stieg auch noch die Straße in einer langen Gerade kräftig an. Ein zermürbender Kilometer lag noch vor uns, bevor wir endlich in die Ortschaft, wo das Hotel war, einbogen. Die Hauswand des zauberhaften Hotels bot Schutz vor dem Wind und die Sonne heizte unsere ausgekühlten Körper wieder auf. Keiner hatte noch mit so einem Finale gerechnet.

In diesem äußerlich eher bieder wirkenden Hotel war innen alles neu eingerichtet und wir hatten eine schöne Bleibe für diese Nacht. Die Receptionsdame bot uns an, wir könnten uns selbst eine Brotzeit zubereiten und wir ließen es uns gut gehen. War ein toller Tag.

3. Tag  Val dÌsere – La Chambre 1500 Hm  115 Km

Pässe Col  d`Iserant 2770 m

Link Strecke 3. Tag

http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=02DB729B93CBD617EAA246833CDA90E8?fileId=jlvjwilwwoiayhra

Link Fotos  3. Tag

https://www.dropbox.com/sh/jjiuglqrk08ghss/AAC_f9JkdQIx2JxlOWM26kuDa?dl=0

Am gestrigen Abend berichtete der Wetterbericht von Sturm und Schnee am Col dÌserant. Wir rechneten schon eventuell mit dem Auto fahren zu müssen. Doch nach dem Frühstück war es zwar kalt, aber trocken. So machten wir bei 2000 Hm weiter um zum höchsten Punkt der Tour, dem Col dÌserant zu radeln. Es waren dahin noch etwa 800 Hm. Es gibt da einen Spruch. “ Wenn die Engerl reisen, dann wird`s Wetter schön. So auch bei uns. Desto näher wir dem Pass kamen, desto klarer-  ja auch wärmer wurde es. Schneewände am Wegesrand und eine atemberaubende Berglandschaft. Bereits gegen Mittag waren wir bei 2770 Metern angekommen. Da gab es Gipfelbier. Leider waren auch viele Motorräder unterwegs und es war wie auf jedem Pass immer viel los. Ja sogar Langlauf und Ski Alpin war in der Nähe des Passes möglich.

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So, nun geht es aber lange bergab. 2200 Höhenmeter, mit kleinen Anstiegen zersetzt, bis zum Zielort, La Chambre der auf 500 M liegt. stets mit leichtem Gefälle fuhren wir viele Kilometer in traumhafter Gegend, deren Landschaftscharakter immer wieder für Staunen sorgte. An einem unscheinbaren Anstieg bei etwa 1700 Höhenmetern war plötzlich ein Schild “ Col de Madeleine“ Das ist doch der berühmte Pass der Tour de France. Ein doch so unscheinbarer kleiner Anstieg auf der D 902. Doch weit gefehlt. Es gibt zwei Col de Madeleine. Der wo wir waren, ist nicht der Pass der Tour de France, sondern nur eine namensgleiche Kuppe. Nun gut, es geht weiter. Mittags machten wir immer Brotzeit bei geöffneter Hecktür mit französischem Käse und stärkten uns mit einem Bierchen auf die noch vor uns liegenden Kilometer.

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Wir kamen an einer tiefen Schlucht vorbei, wo eine riesige Sperranlage auf einem Felsen wohl im Mittelalter die Handelswege sicherte. Hab gegoogelt.

Die Barrière schützte den Zugang zum Mont Cenis und machte das Herzogtum Savoyen zu einer Pufferzone gegenüber Frankreich. Man kann jeden nur empfehlen sich diese Gegend mal anzuschauen. Desto südlicher man in die Seealpen, in die Provence kommt, desto kontrastreicher und markanter wird die Landschaft. Wenn man das noch bei kristallklarem Wetter und angenehmen Temperaturen genießen kann, so gibt es nicht leicht Gegenden, die schöner sein können. Der letzte Teil der Strecke bis La Chambre entwickelte sich noch zu einem Windschattenrennen, bis wir zur nächsten Bleibe, dem Ibis Hotel kamen. Ein Zweckgebäude, eine Bleibe für Geschäftsreisende und Arbeiter. Doch es hat alles gepasst. Lediglich die Suche nach einem Essenslokal erwieß sich Abends noch als schwierig. Schließlich fanden wir etwas außerhalb des Ortes ein Restaurant, wo wir unsere hungrigen Mägen sättigten, einen lustigen Wirt hatten und zwei nette deutsche Motorradfahrer kennenlernten.

 

4. Tag, La Chambre – Le Bourg d`Oisans

2800 Hm 90 Km mit Alpe d`Huez

Pässe: Col de Glandon 1924m

Alpe d`Huez  1974m

Link Strecke 4. Tag

http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=02DB729B93CBD617EAA246833CDA90E8?fileId=cqwqkbyamuqglbmd

Link Fotos  4. Tag

https://www.dropbox.com/sh/ysnkzb035dmddwo/AAAgHShOWk1iY4mIPT1UbOQFa?dl=0

Wie könnt es anders sein, wieder Schönwetter, eine Sicht von Pol zu Pol und die Vorfreude auf den nächsten Radtag. Alle rüsteten auf, Radflaschen gefüllt, Kette geschmiert, Rucksack komplett,…. Gleich nach etwa einem Kilometer wies der Bordstein den Weg zum 19 Km entfernten Pass, entlang einer Straße, wie man sie typisch aus den Übertragungen der Tour de France kennt. Ich freu mich heuer schon beim Fernsehschauen, wenn ich diesen oder jenen Abschnitt wiedererkenne und sagen kann, dort biste auch schon gefahren.

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Zwischen 7 bis 10% schlängelte sich die Straße, mal mehr, mal weniger verschlungen den Berg hinauf, diesmal teilweise neue Teerdecken und relativ wenig Verkehr, bis schließlich die Haarnadelkurven das Passende  des Col du Glandon mit 1924m sichtbar war. Schon immer beeindruckend, wenn man die Steilwände vor sich sieht, wo eine Straße mit Serpentinen sich so hochschlängelt und was da einem an Höhenmetern noch bevorsteht. Aber wenn man sein Tempo und Rhythmus findet, so ist das kein Problem.

Oben angekommen eine überschaubare Menge an Leuten die fleißig, so wie wir fotografierten um diese Erlebnisse zu verewigen. Doch es wurde schnell kalt, der Passwind pfiff schneidig und kühlte unsere geforderten Körper aus. Schnell kleideten wir uns mit trockenen Sachen ein und machten eine imposante Abfahrt zwischen steilen Schluchten in traumhafter Landschaft auf der  anderen Seite, Richtung Le Bourg dÒisans hinunter um schließlich so gegen 13:00 Uhr nach gut 40 Kilometern im Hotel Oberland, einen alten, jedoch scheinbar gepflegten Hotel einzuchecken. Ein Haus, das so wie es schien, vorwiegend von Radtouristen lebt. In Fluren und Gängen zahlreiche Fotos vergangener Tour de France Etappen mit bekannten Stars, verwitterte Trikots und Mützen der Profis, schrill lakierte Räder schmückten die Fassade und der Chef bestätigte bei Ankunft unsere Buchung.

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Doch da wär heut noch was zu fahren. Nach der  zurückgelegten Strecke war das noch ein Pass als  Tagesoption oder Draufgabe. Doch Renate, Alfred, Uwe, Ich und auch Julia ließen es sich nicht nehmen, diesen geschichtsträchtigen  Klassiker der Tour de France,  Alpe d`Huez, wenn schon mal da, auf mit dem Rad zu bestreiten. So rüsteten wir nach einer kleinen Pause nochmal auf und in einer breiten, großzügigen Straße  traten wir in die Pedale, um auf das schon markant von unten ersichtliche Alpe d` Huez zu fahren. Der Ort ist ähnlich wie Val dÌsere ein Skiort, doch in dieser Zeit war auch hier nicht all zu viel los. Wird sich wohl bei der Bergankunft der Elite bei der Tour de France ändern.

Doch  wie`s der Teufel haben will kam bereits nach etwa 500 Hm ein kräftiges Gewitter und dunkle Wolken deckten die umliegenden Berge von Osten her zu. Erste Schauer arteten zu ergiebigen Regengüssen aus, die mit zunehmender Höhe auch entsprechend kälter wurden. Zuerst hoffte ich das Gegrolle verziehe sich in ein anderes Tal. Doch weit gefehlt.  Es schütte aus Kübeln und Blitze zuckten mit lautem Knall vom Himmel. Es wurde saukalt. Jetzt hieß es nur kräftig hineinzutreten um die Körpermaschine auf Touren zu halten und warm zu bleiben. Die Straße verwandelte sich kurzzeitig zu Rinnsalen und oben angekommen war es nur kein kurzes Intermezzo. Umziehen, Foto und schnell wieder runter. Während der Abfahrt wurde man noch vom Spritzwasser des Rades von unten her richtig durchgespült und der Hoseneinsatz füllte sich schnell mit kaltem Wasser. Bibbernd dachte ich „Nur schnell runter“. Die Bremsen wirkten kaum und es war immer ein Kraftackt, vor jeder Serpentine die Geschwindigkeit auf das nötige Maß zu reduzieren. Wir waren froh alle heil unten im Hotel Oberland angekommen zu sein und suchten bei strömenden Regen schnell unsere Unterkunft und die ersehnte heiße Dusche auf.

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Beim anschließenden Abendessen, diesmal war Halbpension bestellt, bediente uns zwar ein junger Ober mehr als zuvorkommend, jedoch  war das Menü geschmacklich sowie mengenmäßig eher bescheiden. Das Gebäude war abgewohnt, die Sanitären Anlagen sowie die Elektrik veraltet, der Teppichboden unhygienisch. Die Zimmer wirkten wie abgenutzte Studentenbuden.

 

5. Tag  Burg de Oissian – Bg de Chambon – La Grave – Briancon – Guellestre 135 Km Hm 3300

Pässe:  Col d`Izuard

Col du Lautaret 2058m

Col du  Galibier 2662m  3 Grad

LinkStrecke 5. Tag

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=tsolevqktdwxqiqd&referrer=trackList

Link Fotos  5. Tag

https://www.dropbox.com/sh/djrp78wjbu4wtuq/AADJTvAveHp9iHVVFqa_adawa?dl=0

So, nun kamen zwei schwere Tage, viele Höhen- und Kilometer!

Als wir vom Hotel los fuhren war der Himmel tiefgrau, kalt und in der Straße noch viele Wasserpfützen vom gestrigen Gewitter. Es ging zuerst ein paar Kilometer  gerade aus und bei Le Clapier dÀuris bogen wir links ab zum Col du Lautaret, wo uns ein langer Anstieg erwartete. Nach etwa 400 Hm passierten wir den Lac du Chambon, einen riesigen, nur halb gefüllten Speichersee, vor dessen Staumauer wir uns an den Serpentinen Höhenmeter für Höhenmeter hocharbeiteten. Landschaftlich immer imposant, wenn dann der meist nur halb gefüllte See zum Vorschein kommt und wir auf die rießigen Stauanlagen blickten. Wir hatten bereits gut 400 Hm und es ging noch weitere 1100 Hm hinauf auf2058m, oder wer den Col du Galibier noch fahren will, bis 2662Hm

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Es regnete und wir kleideten uns entsprechend ein. Der Anstieg zog sich  insgesamt über 30 Kilometer hoch, jedoch waren einige flachere Bereiche mit 3-5% dabei. Um uns schneebedeckte Alpengipfel und eine gigantische Landschaft. Riesen Geröllfelder, wilde, durch Erdrutsche zerklüftete Hänge und dahinter schneeweiße Hochgebirgsgipfel.

Oben am Col du Lautaret angekommen ließen es sich Peter, Renate, Uwe und Alfred, bei einsetzenden Regen und einstelligen Temperaturen nicht nehmen, noch zum durch die Tour de France geschichtsträchtigen  Col du Galibier hochzuradeln. Der Pass war jedoch von einer tiefgrauen Wolke umschlungen, worin auch die Serpentinenstraße nach wenigen Höhenmetern verschwand. Bei der Ankunft nach gut einer Stunde  berichteten die Akteure bibbernd von einer atemberaubenden Fernsicht von 50m und einer Temperatur von 3 Grad. Aber gut, des Menschen Wille ist sein Himmelreich.  Auch ließen sie es sich nicht nehmen, die nun wieder mal sehr lange Abfahrt  über 1300 Hm bei diesem Traumwetter zu bestreiten, die größtenteils in Regenschauern verlief. Erst unten angekommen wurde es teilweise trockener und nach einer kleinen Brotzeit ging es an die Steigungen zum Col dÌzuard, der noch mit  2312 m Höhe und einem Anstieg von etwa 1200 Höhenmetern aufwartet. Desto mehr wir nun in den Bereich der Seealpen kamen, desto schroffer und wilder wurde die Landschaft, tiefe zerkrustete Schluchten , Geröllfelder aus denen zackig große Steinspitzen wie Zuckerhüte herausstachen, neben oft schmalen Wegen steile Abgründe, unten wilde Bergbäche, deren Rauschen laut vernehmbar war. Entlang des Weges viele in den Stein gehauene Tunnels, die wie Maulwurfslöcher anmuten und Stauanlagen, wo kleine Kraftwerke Energie erzeugen.

Das Wetter wurde wieder besser und in ausgewaschener, klarer Luft tat boten sich traumhafte Kulissen.

Als wir nach einer herrlichen Abfahrt in Guillestre ankamen, nahmen wir im Hotel den uns angebotenen Waschservice dankend an.

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Die Restaurantsuche im Ort mit knurrenden Magen war wie üblich bis es jedem halbwegs passte mit ein paar Umwegen verbunden, wenn es auch auf dem Vorplatz im Freien ziemlich kalt war. Zumindest die Pizza war heiß. War wieder ein toller Tag.

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6. Tag Guellestre – Valberg 125 Km 3300 Hm

Pässe:

Col de Vars 2109m,

Col de Cayolle 2309m

Valberg 1700m

Link Strecke 6. Tag

http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=02DB729B93CBD617EAA246833CDA90E8?fileId=wpxhxzrtmammfoan

Link Fotos  6. Tag

https://www.dropbox.com/sh/lclbhqzu8t5zi25/AAB1D6j1hA6ckYGQ-3MXXvZoa?dl=0

So, nun kommt noch ein weiterer Tag, wo viele Höhenmeter und drei kräftige Anstiege vor uns liegen. Meist saßen wir so gegen 9:00 Uhr auf dem Rad und heute waren wir kaum aus Guellestre hinausgefahren, ging es auch schon zügig auf einer ruhigen, verkehrsarmen Straße, nun etwa 20 Kilometer und 1000 Hm  den Berg hoch zum Col de Vars. Schön, wie abwechslungsreich wieder mal diese Etappe ist. Man kann nur immer wieder von dieser Gegend schwärmen. Wenn man auch noch gutes Wetter hat, so ist ist das Radlerglück vollkommen in dieser Traumlandschaft der Seealpen. Durch de Vars, wieder mal einem Skiort führte die Straße hinauf zum gleichnamigen Pass, der noch etwa 500 Hm weiter oben lag.

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Es waren atemberaubende Lichtspiele im  Licht und Schatten. Oben angekommen machten wir Mittag  und bereiteten uns gut gestärkt auf die Abfahrt vor.  Der Col de Cayolle stand nun als nächstes an. Ein relativ flacher Anstieg,  jedoch 28 Kilometer auf der D 902, durch das Herz der Provence, wo links und rechts die 3000er weiß herunter leuchteten. Oben am Pass ein unscheinbarer Felsstein, wo wieder mit Fotos die Anwesenheit dokumentiert wurde und wir uns in 2300m Höhe mit Getränken und trockenen Sachen auf die Abfahrt vorbereiteten. Eine schmale Bergstraße, zersetzt mit vielen kleinen in den Stein geschlagenen Tunnels  führte uns wieder in unübersichtliche, man glaubt die endende verschlungene Täler.

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Ein Bergwetter, wie es schöner nicht sein konnte.

Interessant hierbei ist, dass doch jeder gefahrene Pass seinen eigenen landschaftlichen Charakter hatte. So auch die Steigungsprofile, oft gings gleich beim Einstieg kräftig zur Sache und es wurde  im oberen Bereich etwas flacher, oft  hatte man unmittelbar vor der Passüberquerung eine Wand vor sich, wo die Serpentinen und Haarnadelkurven sichtbar vor einem standen. Doch mit dem richtigen Tempo schlängelte man sich Höhenmeter für Höhenmeter bergauf, wo es entsprechend kühler und windiger wurde.

Verschwitzt und ausgezehrt und doch stolz, wieder einen Pass abhacken zu können, machten wir Gipfelfotos und zogen uns rasch um, um nicht zu sehr auszukühlen.

Doch schnell kann sich die Welt ändern. Zuerst sahen wir weit hinten am Himmel ein bisschen Bewölkung, eine etwas dunklere Stelle im Blau. Doch wir machten bergab schnell Kilometer und der Fleck wurde immer größer. Direkt vor uns stand unausweichlich im Tal eine Gewitterzelle, und  dicke Tropfen nässten uns und die Straße. Als es kräftig zu regnen begann, entschlossen wir uns in einem Häuschen an der Straße uns unterzustellen, bis das Schlimmste vorbei war. Nach etwa einer viertel Stunde ging es weiter und es schien ausgestanden zu sein. Doch vor Guillaumes begann es nochmal kräftig zu schütten und  in der Tourist Info suchten wir wieder Schutz  umgeben von hellen Blitzen und gewaltigen Donner. So, nun die Frage sollen wir den letzten Pass des Tages, dem Valberg, nochmal 1000 Hm per Pedes oder mit dem Auto hochfahren. Wir dachten, oben am Valberg ist das Hotel und sollte es wirklich schlimm werden, so fahren wir ja bergauf, also bleiben wir auch warm. Gesagt, getan. Uns bot sich die ersten Höhenmeter ein gigantisches Lichtspiel, wo die Sonne teilweise wie ein Punktspot durch die Wolken knallte, während in kurzen Abständen gewaltige Blitze herunterfuhren. Im Osten tiefschwarz, vom Westen her wärmte uns bereits wieder die Sonne den Rücken. Gigantisch!!

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So traten wir mit hohem Tempo den Valberg hinauf und neben ein paar Spritzern vom Asphalt bekamen wir keinen einzigen Tropfen von oben auf die Haut. Im gebuchten Hotel, ein Riesengebäude, vorwiegend  für Skitouris, parkten wir unsere Räder und freuten uns auf das Erlebte sowie das Abendessen, deren Portionen wieder mal ziemlich zu wünschen übrig ließen.

 

7. Tag  Valberg – Nizza

Pässe:

Col de La Couillole 1678m

Col Saint Martin 1500 m

Link Strecke 7. Tag

http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=02DB729B93CBD617EAA246833CDA90E8?fileId=olydanbrfonmrwru

Link Fotos  7. Tag

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Wir starteten auf 1700m Höhe  bei strahlenden Sonnenschein am Valberg, einem Skiort, wo hier in der Sommerzeit ein Großteil der Restaurants und Hotels geschlossen haben und kaum was los ist.

Ausgewaschen und kristallklar war die Luft vom gestrigen Gewitter und es verhieß, obwohl zumindest bei mir die Beine etwas schwer waren, ein toller Radtag zu werden. Tja, schon der letzte dieser Tour. Rückwirkend betrachtet vergingen die Tage  wie im Flug. Frühstück – Aufrüsten – richtige Kleidung im Rucksack – Getränke aufgefüllt –  Koffer im Auto und auf in die nächste Etappe. Wir hatten bisher ein straffes Programm an Pässen und Höhenmetern absolviert, die kaum Raum ließen, sich mal was ausgiebiger anzuschauen. Da es zur Küste zuging, waren die Passhöhen bereits etwas niedriger und man spürte auch an den Temperaturen das südliche Klima schon deutlich. Unser Kücken die Julia legte sich an diesem Tag besonders ins Zeug und entwickelte sich förmlich zu einer Bergziege. Jeden Pass bezwang sie tapfer und war stolz darauf, die Mutter auf Abstand gehalten zu haben. Nachdem wir den Col de la Couillole ging es zur letzten längeren Talfahrt.  Uns fiel auf, dass wahrscheinlich aufgrund des gestrigen Gewitters bei der Abfahrt  sehr viele kantige kleine Steine vom Wegesrand herausgespült wurden, die auf der Straße lagen und  besondere Vorsicht erforderte. Ich fuhr prompt einen Platten.

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Heute wieder eine kristallklare Sicht, malerisch in die Landschaft integriere kleine Bergdörfchen, wo man am liebsten an  jeder Serpentine stehengeblieben wäre um alles in sich hineinzuziehen. In den Stein gemeißelte Tunnels, unmittelbar am Wegesrand schroffe, tiefe  Schluchten, kristallklare wilde Bergbäche, reißende Wasserfälle, die ihren Weg im Gestein ausspülten. Eine Natur atemberaubend schön.

Nach einem Verfahrer nach Saint Juan la Riviere, etwa 40 Km vor dem Meer kam der Entschluß auf der M 6202 nach Nizza einzufahren, wo wir schließlich in Nizza vorbei am Flughafen auf einem schönen Radweg am Meer unseren Zielpunkt ansteuerten.

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Alfred holte uns dort mit dem Auto ab und wir fuhren zum etwa 20 Km entfernten Hotel nach Carros, wo wir ein sehr gutes Haus vorfanden. Zimmer mit Einbauküche waren vorhanden. Da wir während der Tour aufgrund der französichen Portionen immer Hunger leiden mussten, entschlossen sich die Frauen einzukaufen und selbst zu kochen. Es wurde am Balkon aufgedeckt und unsere leeren Radlermägen wurden mit Spaghetti in mehreren Variationen endlich mal richtig gefüllt.

Die Tour war beendet. Alle heil angekommen und glücklich über das Erlebte.

 

8. Tag Nizza 0 Höhenmeter – 0 Radkilometer

Link Fotos  8. Tag

https://www.dropbox.com/sh/7uk8mz98ljlt2jf/AADicesdeRZTWrDgBm-J2A68a?dl=0

Eigentlich spielten wir mit dem Gedanken am nächsten Tag nach Hause zu fahren, doch da Hotel und Wetter gut waren hängten wir einen Tag, wenn schon mal an der Cote de Azur, dran und machten am Samstag noch Sightseeing und Baden in Nizza wo wie die mehr oder weniger schönen Strandnixen sowie die kulturellen Stätten, siehe das 6. Foto besichtigten.   Ein Eis gab`s auch.

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Urlaub mal anders, einfach so wie die meisten Touris hier. Nach vielen Radtagen doch auch ganz nett anzuschauen.  Alle paar Minuten landete oder startete entlang der Strandmeile ein Touriclipper und brachte wieder ein paar hundert Sonnenhungrige in eine der Metropolen der Cote da Azur. Eine Urlauberin berichtete, sie sei gestern von einem Moped angefahren und verletzt worden. Die Handtasche wurde ihr weggerissen und der Typ flüchtete mit dem Motorrad. Wir sahen auf offener Straße wie gedealt wurde. Da wo die Touris sind ist eben auch der Abschaum der Gesellschaft und treibt die Kriminalitätsrate in die Höhe. Nichts desto trotz hatten wir einen schönen Tag und nach kurzer Besichtigung der Innenstadt und des Hafens gings mit dem Bus zurück zum selbst gemachten Abendessen. Berge von Spaghetti und große Schüsseln  Salat wurden aufgetischt und es schmeckte hervorragend. Das Fußballspiel Deutschland gegen Ghana bildete den krönenden Abschluß, wenn die Deutschen auch unentschieden spielten.

Die Heimfahrt am Sonntag dauerte 13h, davon 1,5h Stau

 

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