9.3. 14. Radtag Wellington – Palmerstown

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So, nun am Abend geschrieben, der Tag , wie er verlaufen ist. Mein Navi, dieser kleine elektronische Otto, welches ich schon oft in den Himmel gelobt hab, reizt mich bis auf`s  Blut. Jedesmal zig Bootvorgänge bis es seinen Dienst aufnimmt und nun empfängt es auch kein GPS Signal mehr. Ich bin also ohne Orientierung, denn Karten brauch ich ja schon seit langem nicht mehr.  Verärgert bin ich einfach losgeradelt und hab mich über Heremaps am Handy orientiert. Not macht Erfinderisch! So ging es über Njaurariga, westlich von Wellington,  in einem kernigen Anstieg auf einem Radstreifen neben der Autobahn ordentlich den Berg hinauf. Die Straße führte dann parallel zur Autobahn durch Vororte wie Johnsonville, Grenada, bei Temperaturen wo man den Pullover brauchte. Ständig einsetzender Nieselregen, nasse Straßen, verdorben mir neben meinen elektronischen Problemen zudem die Laune, bis irgendwann plötzlich das Navi wieder meine Position anzeigte und wieder funktionierte. Als  dann auch noch die Sonne kurzzeitig herauskam und auch der Wind sich in Grenzen hielt, verbesserte sich meine Stimmung entsprechend und, da gestern ja auch ein Ruhetag war, nahm ich es mit einem Rennradler einige Kilometer auf.  Ich dachte ¨ Kinnskopf¨ muss das sein!  Egal, die Sonne schien zunehmend und die Befürchtung, das Regenzeugs erstmals verwenden zu müssen, erwieß sich als nicht notwendig. Die gesamte Wettervorhersage von Gestern schien einfach nicht zu stimmen. Bei Poirua erreichte ich wieder den Ozean und die Gegend war dicht besiedelt, alle paar Kilometer ein Ort und nicht mehr so wie auf der Südinsel, wo man über 50 Km nur Regenwald um sich hat. Dass heißt also, meine Satteltaschen sind nicht mehr so schwer, denn die 2 Kg Getränke und Essen müssen nicht mehr mitgeschleppt werden, da man sich hier überall was kaufen kann. Am Ende des Vormittags hatt ich gut 60 Km drauf und noch 90 lagen vor mir. Die Strecke entlang der Kaoiti Coastal Cycle Route heute war nicht besonders interessant. Sie erinnerte mich, da teilweise sehr viel Verkehr war, an den zweiten Radtag von Christchurch nach Timaru, wo ebenfalls sehr viele Laster unterwegs waren und landschaftlich nichts heraushob. Aber um eben zu den schönen Plätzen zu kommen, müssen auch diese Abschnitte gefahren werden. Erwähnenswert noch ein Erlebnis in Shannon, wo eine ältere Dame mich mit dem Auto mit offenen Fenster, ständig etwas zurufend, verfolgte. Genervt blieb ich stehen und wollte ihr Anliegen erfragen. Sie hielt mich für den Postman und wollte unbedingt noch einen Brief los werden. Gelbe Satteltaschen und das schon erwähnte Ski & Bike Triko lassen mich nun mal so aussehen. Das Missverständniss war schnell geklärt, fand es jedoch trotzdem amysant. In Palmerson angekommen war es 5:30pm  und ein gebuchtes Backpackers Namens ¨Grandma`s Place¨ war soweit in Ordnung. Schlimm ist immer die Zeitnot am Abend. Die Sonne geht unter, man muss für das morgige Frühstück einkaufen, Hunger hat man auch noch, Blog gehört geschrieben, Tagesplanung, Wetterinfo und Wind für Morgen und der Track gehört auch noch erstellt. Hab mir vorgenommen, immer gegen Mitternacht in`s Bett zu kommen. Morgen geht es in`s Zentrum der Nordinsel, dem Lake Taupo zu. Das Wetter schein sich zu stabilisieren