7.3. 12. Radtag, Nelson – Picton

Link zu Bilder des Tages:

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Link zu Strecke des Tages: 115 Km 1830 Hm

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=hsxyrhmtehrxfcms

Nach den üblichen täglichen Abläufen, auf die ich nicht mehr näher eingehen möchte, rollte das Rad bereits um 9:00 Uhr und es ging zuerst entlang der Küste, auswärts von Nelson wieder in die Berge und das Navi kündigte schon eine 400Hm Knaller an, worauf nochmal ein 200er folgen sollte.

Aufgrund der großen Hitze ist es empfehlenswert, diese Stiche wenn moeglich am Vormittag hinter sich zu bringen, deshalb auch der  frühe Antritt. Nervig heute der LKW Verkehr und die Jungs fahren ja nicht gerade zaghaft. Bei den Brücken waren immer Engstellen und es war schwierig, wenn von hinten im Spiegel ein Brummer angrollt kam. Wenn nun diese Verkehrsfrequenz zu hoch wird. Dann macht es eben keinen Spass mehr und wird stressig. Durch den groben Teer sind die Rollgeräusche auch sehr laut und das geht auf`s Gemüt. Gut dass es oben am Berg nicht mehr so heiß ist wie in Nelson und  eine kühlende Abfahrt tut ja auch gut. Am Pelorus River wurde der Wind stärker und so wie er mir gestern half, so ist er heute mein Gegner. Nervig diese Böen, trotz enormen Krafteinsatz 12- 15 Km/h. Die Büsche biegen sich und es ist kein schönes Radfahren. Doch jetzt, nach etwa 70 Km kommt ein neuer Routenabschnitt.  Der normale Weg von Nelson nach Picton wäre etwa 140 Km gewesen. Die Tourirute nur 108 Km und keine LKW`s. Etwa alle 5 Km begenget einem ein Gleichgesinnter, meist Deutscher. Die Stecke ist wieder sehr kupiert und dieser entsetzliche, böige  Gegenwind. Aber man muss es positiv sehen, zumindest schützte eine dünne Wolkendecke vor der Sonneneinstrahlung. Kaum war der Fotoapparat verräumt, kam schon wieder ein toller Ausblick und ich digitalisierte  viele unvergessliche Momente auf die Speicherkarte.

Unterm Strich gesehen, verlängerte dieser Gegenwind die Tour heute um über 1,5 Stunden und war nicht so wie gedacht, eine Leichte. Aber das sind eben die Unwägbarkeiten bei solch einer Radtour. Man muss es nehmen wie es kommt.  Sehr zu meiner Freude stand plötzlich nach einer Serpentine der Ort Picton und dessen  Hafenanlage. Geschafft! Das Jugglers Rest Backpackers war auch schnell gefunden, Bathrooms, Kitchen, Sleepingrooms gezeigt, noch schnell eine Hafen- und Einkaufstour ohne die schweren Satteltaschen und das war`s mit der Südinsel. Morgen früh geht es um 10:45 nach Wellington und dann schauma mal,  was es auf der Nordinsel so zu sehen gibt. Die Hälfte des Urlaubs ist vorbei und meist vergehen die Tage dann immer schneller. Noch`n paar Bemerkungen zu den Backpackers Unterkünften. War ich doch die erste Zeit etwas reserviert gegenüber diesen Unterkünften, so fühle ich mich jetzt ziemlich wohl darin. Es ist eine legere Gesellschaft von Reisenden aus allen Bevölkerungsschichten, die halt ein Bett, Dusche, Internet benötigen und sich etwas zubereiten wollen. Meist sind es junge Leute, die entweder mit dem Leihauto unterwegs sind, auch hab ich viele Tourenradfahrer getroffen, heut ein junger Zimmerer aus Tirol, der hier jobbt, gestern ein studierender Sportingieneur, ein Pizzabäcker, der seine Künste mit dem Teig in der Luft wie ein Tellerdreher vor staunenden Publikum vorführt. Es wird, wenn auch alleine unterwegs, nicht langweilig.  Das Land sucht Arbeitskräfte und der Mindestlohn hier ist 14,75 NZDollar. Immer interessant solche Bekanntschaften zu machen und man bekommt auch gute Informationen.