4.3. 9. Radtag Hokatika – Westport

Link zu Bilder des Tages:

https://www.dropbox.com/sh/quygdu75prxexzy/AABtkIIX2_SD5yq3reqsGjs1a?dl=0

Link zur Strecke  des Tages: 141 Km, 1630 Hm

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=scmzxemlyfeqmhsg

Hatte ja großes Glück, gesntern noch bei so einer netten Familie ein Zimmer bekommen zu haben. Beim Frühstück befand ich mich mittendrin. Die Kinder mussten zur Schule und auch die Schwiegermutter war schon fleißig beim Kuchenbacken. Mit meinem schlechten Englisch quälte ich mich durch viele Themen und man möchte kaum glauben, wie hier doch die Menschen doch auch von  unserem Migrantenproblem in Deutschland anteil nehmen und wie bekannt doch unsere Mutti Merkel am anderen Ende der Welt ist.  War eine nette Bekanntschaft und doch ging es nach Einkauf im Supermarkt wieder „on Tour“. Die Satteltaschen wurden durch Getränke wieder entsprechend schwerer aber lieber etwa mehr Gewicht, als auf der Strecke verhungert oder verdurstet. Eitel Sonnenscheìn und wohl ein besonderes Glück für mich, in dieser regenträchtigen Gegend eine so gute Wetterphase erwischt zu haben. Vorsorgehalber hab ich gleich am Morgen für den nächsten Zielort Westport noch in Hokihita ein Backpackers gebucht, um nicht wieder das Risiko kein Zimmer zu finden einzugehen. Der Wind scheint mir gut gesonnen und  eine leichte Brise von hinten unterstützte meine Fahrt auf dem zuerst relativ ebenen Teil.

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Schon interessant, wie sich doch der Körper auf die Belastung einstellt. Obwohl teilweise über 10 Stunden auf dem Rad haben sich Knie, Sitzfleisch, Arme, angepasst und selbst die sehr intensive Sonneneinstrahlung meistert meine 50er Creme bisher tadellos. Lediglich mein linker Handballen ist pelzig, aber das ist vertretbar. Durch den intensiven Stoffwechsel hallt es  ständig aus der Magengrube und meine Essensvorräte in der Satteltasche schwinden bis zum Abend regelmäßig weg. Heut ist mir sogar das Wasser ausgegangen und musste am Straßenrand von einem freundlichen Kiwi, der seinen Garten pflegte, nachfüllen lassen. Aber nun zur Gegend. Die Entscheidung, nicht schon in Greymouth die Küste zu verlassen und bis Westport weiter zu radeln erwieß sich als richtig. Über dutzende Kilometer traumhafte, endlos weite, naturbelassene, schöne und unberührte Küstenstreifen, wie ich sie in meinem Leben noch nicht gesehen habe.

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Der Fotoapparat war ständig im Einsatz und es war ein unvergessliches Erlebnis, dieses schönen Bereich der Welt so zu erleben. Wenn da nicht immer diese Anstiege gewesen wären. Die Strecke führte teilweise bis zu 200 Hm hoch, um dann wieder auf Meeresniveau zu kommen.  Heiß war es zudem und die Höhenmeter summierten sich und ließen die Strecke lang erscheinen. Vor allem kam dann etwa 40 Km vor Westport noch einige gemeine Anstiege, es wurde sehr kupiert und ich sehnte mich bald den  Zielort zu erreichen. Aber was soll`s, der Schmerz vergeht, die Erinnerung bleibt. Wie schon gestern war mein erster Akt in Westport Essen zu fassen und für die „Bürostunden“ am Abend vor dem Pad, sich noch um zwei Bierchen zu kümmern.  Das Backpackers war wieder ein Volltreffer. Aber diesmal im positiven Sinn. Gutes Internet, tolle Anlage, viele nette Menschen und ein Chef an der Reception, der meinte die vielen Hills prägen den Charakter, womit er absolut recht hat.

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War ein toller Tag.