3.3. 8. Radtag, Fox Glacier – Hokitika

Link Tagesfotos:

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160Km 1530 Hm

Link Tagestour GPSies - 3.3. 10. Radtag Hokitika - Westport

Ein ereignisreicher Tag ist vorüber, sitz vorm PC und schreib in den Blog.  Der Morgen begann mit einem Schock im Supermarkt. Wollte Frühstück kaufen um mir in der Backackers Küche was herzurichten. 150 Gramm Käse, Milch, 3 Äpfel, Orangensaft und vier kleine Würstchen für 27 NZ Dollar. Im Schnitt ist hier alles doppelt so teuer wie bei uns. Aber was solls, man braucht was zum Essen. Jetzt ist mir auch bewusst geworden, warum die Zollbehörden keine Einfuhr von Lebensmitteln erlauben. Eben gewöhnungsbedürftig. Zumindest hatte ich wieder Wegzehrung im Gepäck und vor mir standen vom Ausgangspunkt Foxglacier bis zum geplanten Tagesziel 160 Km und drei knackige Pässe bevor. Ständig rauschten Hubschrauber über den Ort, welcher als Ausgangspunkt für Bergsteiger, Wanderer, Raftingtouren… gilt.  Es ist ja auch eine atemberaubende Naturlandschaft, die hier ordentlich vermarktet wird.  Als meine Satteltaschen wieder am Rad hingen, Zimmer gecheckt, war es bereits nach 9:00 Uhr, zuhause ist es Nacht und ich begann meine Tour. Angenehm frisch war es, aber die Steigung brachte mich schnell zum schwitzen und nach einer knappen Stunde war der erste Sattel von 400 Hm Geschichte und es ging wieder bergab zum nächsten Gletscherfluß. Das ganze Spiel wiederholte sich bis endlich die Ortschaft Franz Josefs Glacier kam. Ebenso wie der Fox Glacier ein Ausgangspunkt für Touren aller Art. Der Ort besteht eigentlich nur aus Tankstelle, Supermärkte, Hotels, Motels, Badpackers und Helikopterlandeplätze.

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Wenn da mal die Touristen ausbleiben, dann steht alles. Ich konnt mir`s nicht  verkneifen, auch so einen Helikopterrundflug zu buchen. Es ging alles relativ flott.

Kaum die Visakarte gezückt war ich eine halbe Stunde später im Hubschrauber und erlebte die NZ Alpen mal von oben. Mit Steigwerten von 8m/s verschlug es mir die Ohren und wir landeten nach einer guten halben Stunde auf einer Fläche, mitten im Gebiet des Franz Josef Gletschers. Wenn man schon mal da ist und das Wetterglück einem beschert ist, dann muss man das auch erlebt haben. Das ganze äußerst imposante Spektakel war nach 50min gegen 2pm vorbei und die Batterie meines Fotoapparates war bei der Landung leer. Doch nun  hieß es, noch einige Tageskilometer zu sammeln. Hier nur einige Fotos des Fluges. Interessant sind hierbei die unter dem Link eingpflegten Hochauflösenden, die in voller Qualität runterladbar sind.

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Auf den Straßen dieser landschaftlich attraktiven Westküste sind eigentlich auch nur Wohnmobile und meist Touris mit Leihwägen unterwegs. Schon imposant, alle paar Kilometer nisten sich breite, großzügigie  Gletscherausläufe in die Landschaft  und unterbrechen die saftigen Weiden, wo Schafe Rinder zu tausenden weiden. Mir kam der Gedanke, dass zuhause absolut noch kein Radwetter sei und genoss erst recht die Situation. Es war, abgesehen von den Lebenshaltungskosten, die richtige Entscheidung dieses Land zu besuchen.  Hügelig ging`s weiter und nach vielen Stunden im Sattel, vielen Höhenmetern war gegen Abend eigentlich geplant, bei Ross ein Quartier zu suchen. Doch die Bürgersteige schienen hochgeklappt zu sein. Ein Motel schaute aus, als sei es schon seit Jahren geschlossen, und in einer Bierkneipe bot die Besitzerin Schlafkabinen an. Nach meiner Erfahrung vor ein paar Tagen in Temuka machte ich einen Kontrollblick. Es war dermaßen unhygienisch, weiters berichtete ein japanischer Tourenfahrer, in den Zimmern sind eine Menge Sandflys, die stechenden Biester. Hatte mir zwar eine Creme gekauft, aber mich dann entschlossen, die 25 Km nach Hokitika zu fahren. Da es bereits dunkel wurde, gab ich entsprechend Gas und kam mit gegen 8:30 Uhr an. Ganz schön anstrengend dieser Tag. Aber war stolz auf die  160 Km. Da die Buchung der Zimmer der letzten Tage über die Tourist Info  in Wanaka relativ reibungslos verlief, war meine Vermutung, es könne hier an diesem abgelegenen Ort kein Problem sein selbst eins zu finden. Doch weit gefehlt. Alles ausgebucht und Glück im Unglück. Auf der Straße traf ich wieder einen deutschen Studenten, der meinte, er könne ja mal in seinem Haus nachfragen, bin mit ihm hin und es hat prompt geklappt. Ein schönes Zimmer, wenn auch nicht so billig, aber besser als auf der Straße zu schlafen. Hab mir schon überlegt ein Zelt zu kaufen. Was morgen kommt weiß ich noch nicht.  Denke langsam dran, mal einen Ruhetag einzlegen. Schauma mal wie`s geht.