Archiv für den Monat: Dezember 2014

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5.12.2014, Freitag, Heimreise, Fazit

Noch ein Ling von Google mit einer Fotogeschichte

https://plus.google.com/107862178224472481602/stories/c8111cc4-a898-3d1f-8638-e4ec9289eb8a14a270e199a?authkey=COPFyLzEyPCDrgE

Die Satteltaschen sind gepackt und es war schon ein bisschen Stress, das Rad teilweise zu zerlegen, um es in die viel zu kleine Schachtel zu bringen. Doch schliesslich hat’s noch geklappt. Es verbleiben zwei Stunden bis das Shuttle mich zum Flughafen abholt und Gelegenheit ein paar Gedanken und Eindruecke fest zu halten.

Also ein kleines Fazit der Reise.

Meines Erachtes sind diese Menschen hier um das schöne Land zu beneiden. Voll von wunderschoenen Küsten, traumhaften Nationalparks, grünes Weideland und Berglandschaften. Das Land ist groß und weit und das Klima ist in diesen Breitengraden erträglich.
Doch nun zur Schattenseite.
Es herrschen seit Abschaffung der Apartheid 1994 immer noch viele gesellschaftlich-soziologische Probleme, die die politisch gewollte Rassentrennung über Jahrzehnte hervorgerufen hat. Dies hab ich in diesen 14 Tagen selbst erfahren und in Gesprächen mit Menschen und Beobachtungen mir ein Urteil darüber bilden können, wie komplex und verwurzelt die Probleme sind. Es wird noch Generationen dauern, bis sich diese Situation hoffentlich verbessern wird. Zumindest sind durch die Abschaffung der Apartheid die gesetzlichen Grundlagen für gleiche Rechte für Schwarz und Weiß  gegeben. Es liegt nun an den Menschen, was sie draus machen. Aber wo man auch auf der Welt hinschaut, vor allem auf dem afrikanischen Kontinent, in Indien, sind Klassengesellschaften, Diskrimination und Feindlichkeiten an der Tagesordnung. Ich denke hier noch an meine Zypernreise vor Jahren, wo ein Tankstellenbetreiber die im türkischen Nordteil der Insel lebenden Menschen verächtlich als „Porkypeople“ herabwürdigte.
Da bin ich wieder froh in der alten Welt zu leben.

Nun zur Ernährung.
Fast- oder Streetfood hat auch in diesem Teil der Welt schon erobert und Foodtempel wie KFC, Mac Donald, Wimpy, …. dominieren das Angebot. Man sieht’s an der Bevölkerung. Meist übergewichtige Menschen präegen das Bild und stopfen das mit Geschmacksverstärkern, künstlichen Industriefett und Zucker versehene Zeugs in sich rein. Naja, sie sind satt, die Lebensmittelindustrie hat ihren Profit und später auch noch die Ärzteschaft.

Letztes noch die Energieverschwendung.
Einesteils ist hier täglich Stromausfall, doch andererseits wird Energie in Massen vergäudet. In jedem Supermarkt laufen ganze Arsenale an Kühlanlagen, die Straßenbeleuchtung brennt bei Tag und wenn man sieht, was hier Autos fahren. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Ich bin mir sicher, wenn wirklich gewollt, dann liesse sich locker 30-40% Energie einsparen. Doch anscheinend ist kein Wille dazu da.

So, nun ist Zeit zum Flughafen zu kommen und ich schliesse diesen Blog ab. Waren wieder tolle Erlebnisse und Erfahrungen, am unteren Teil der Welt.

Werner Pongratz

4.12.2014, Donnerstag, letzter Radtag, Jeffreysbay – Port Elisabeth 102 Km 700Hm

 

Gpsies Ling zur gefahrenen Strecke

http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=4482D9713A8B41FCE7367DA7CF0DFC8C?fileId=xzfpyrpfsrtopxer

Zuerst zum Abschied in Bag&Packers in Jeffreysbay. Fast schon muetterlich umarmte mich die Herbergswirtin von ihrem Sicherheitstrakt und gab mir einige Tipps mit auf den Weg.

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Die Entscheidung die Schlechtwetterfront in Jeffreysbay auszusitzen war richtig. Das Wetter ist wieder gut, nur ist es schwuelwarm und man schwitzt sehr leicht. Besonders ereignissreich waren die 80 Km zum Zielort ja nicht mehr. Wieder mal ein paar Steigungen und das erste mal so ganz ohne Wind. An der Strecke ein Kontrastprogramm zwischen Arm und Reich. Mit Hochspannungszaeunen gesicherte Golfplaetze, etwas weiter wieder Blechbarraken und herumlummernde Neger, alle fuenf Minuten sieht man hier im Schnitt einen Polizeiwagen, ein Pickup mit einer Minizelle hinten drauf. Mir lief die ganze Reise wie im Film ab und im Fokus war nun die Beschaffung der Radschachtel, Klebeband, eben alles Noetige auf die Heimreise morgen Nachmittag.

Per Mail bestaetigte mir der Fahrradhaendler den Erhalt einer Radschachtel die auch bereitstand.

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Auch Tape war schnell beschafft und so stand am spaeten Nachmittag alles packbereit im Zimmer. Wieder mal hatte ich Glueck mit der Wahl des Guesthouses. Der Vater ein Bauunternehmer, die Tochter Englischlehrerin fuer Piloten, die weiteren Gaeste vorwiegend Flugschueler aus den arabischen Laendern, die am naheliegenden Flugplatz ihre Lizenzen machen. Eine Einladung zum Abendessen konnte ich nicht abschlagen.
Doch da war es noch eine gute Stunde hell, der Hunderter heut war auf dem Garmin noch nicht erreicht und es war ein herrlicher Sonnenuntergang. Also Satteltaschen runter und rauf auf’s Rad. Ein ganz neues Gefuehl ohne diese Zusatzkilos, so zu fahren bin ich gar nicht mehr gewohnt. Wahrscheinlich sind dies die letzten Kilometer in diesem Jahr. So muss eine Radsaison enden!!

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Es gab Lammfleisch am Grill und der Unternehmer klagte ueber Alkoholismus und Korruption bei den schwarzen Arbeitern, er habe 65 davon und drei weisse Vorarbeiter. Uebrigens, die gefahrene Tour war eine Premiere. Trotz vieler ausgewichener Glasscherben kein einziger Platten waehrend der ganzen 1100 Km. So was war noch nie da. Vor Tagen zerberstete eine vom Muellwagen herunterfallende Flasche vor meinem Rad und ich dachte, jetzt muss ein neuer Mantel drauf. Doch nichts dergleichen. Glueck muss man haben.

3.12. 2014, Mittwoch, 11. Tag, Regentag!! Ruhetag im Hotel bei stuermischen Regen und Wetter, bei dem man nicht einmal einen Hund vor die Tuere lassen wuerde.

 

Nunja, ist auch mal ganz schön. Vor’m Pc endlich Zeit den Blog zu aktualisieren und draußen dem Wettertreiben zuzuschauen. Morgen sollte es wieder besser werden und dann geht’s an die letzte Etappe. Jedoch nur noch eine Hansbauertour, wie man im Fachjargon zu sagen pflegt. Ein Betreiber eines Bikeshops in Port Elisabeth sicherte mir eine Radschachtel zu, wo mein treues Steppenwolfbike für Heimflug verpackt wird. Es kommt auch schon Vorfreude in mir auf, auf den tief verschneiten Bayerischen Wald.

War nur Spass, ich weiß dass alle auf den Schnee warten.

2.12.2014, Dienstag, 10. Radtag, Stormsrivier ueber R 402 Kagiso Hights auf R 62 nach Humansdrop – Jeffreys Bay 115 Km 950 Hm

Gspies Ling zur gefahrenen Stecke

http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=4482D9713A8B41FCE7367DA7CF0DFC8C?fileId=kxeiynyesvufkiwn

Ich hatte so gut geschlafen, dass ich die starken Windböen, die lautstark an mein Fenster peitschten, gar nicht hörte und so wachte ich frisch und ausgeruht so gegen 6:00 Uhr auf und begann meine Sachen zu packen. Strahlblauer Himmel und  mit freudiger Erwartung auf den kommenden Tag gings`s, relativ früh auf dem Rad,  zuerst mit vielen Ampelstopps  durch das Stadtgebiet. Radfahrerfreundlich ist das hier nicht, wurde  jedoch auch im Internet so beschrieben!  Alle paar Meter wieder Absteigen, Rad über die Kante hinunterheben- und weiterfahren. Das regt auf die Dauer auf und man entscheidet sich lieber auf der Straße im Verkehr mitzumischen. Da wünscht man sich, man wäre in Holland. Wenigstens gibt`s mit dem Linksverkehr keine Probleme. Nichts desto Trotz muss man hochkonzentriert bei jeder Situation sein, denn es ist nunmal hier anders. Die Autofahrer sind Radler noch kaum gewöhnt.

Noch nie in meinem Leben hab ich so viel Parkzettelschreiber gesehen. Es waren meist Neger, die fast schon gierig auf Falschparker warteten, um ihnen ein Ticket zu verpassen. Etwa alle 50m stand so Einer oder Eine.   Eregte und hitzige Diskussionen mit den Verknackten waren zu beobachten. Einen fragte ich, was den so ein Strafzettel denn so im Schnitt koste. Er meinte umgerechnet so ca. 30 Euro. Wenn man bedenkt, dass er selbst wohl kaum einen anständigen Lohn bekommt, so ist dies für die Stadtverwaltung eine gute Einnahme.

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Meine Laune verbesserte sich nach einem Frühstück gewaltig und nachdem außerhalb der Stadt der Verkehr ruhiger wurde ging`s an der Westseite  vorbei an Noordhoek, Wilsandbay in malerischer Landschaft. Rechts von mir der azurblaue Ozean und links die Klippen der senkrecht herabragenden Tablemountains des Nationalparks. Erhebende Momente auf dem Rad, in einer der wohl schönsten Plätze auf dieser Welt bei idealen Temperaturen.

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Interessant die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Arm und Reich, zwischen Weiß und Schwarz! Man sah ausschließlich Neger die niedere Arbeiten verrichteten und neben Glashochhäusern in Müllhalden lebten. Halb Cape Town ist mit Townships und Slums nur so vollgestopft, was sozialen Sprengstoff fördert. Die am unteren Rand der Gesellschaft  Lebenden sind jedoch sehr viele und die Kriminalitätsrate entsprechend hoch.

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Die Häuser der Wohlhabenden sind extrem bewacht und teilweise mit Hochspannungsdrähten gesichert. Markant eine Beobachtung, wo ein  sommersprossiger Weißer mit seinem Porsche knapp an einem am Straßenrand liegenden Neger vorbei  düste und  ihn beinah überfahren hätte. So, aber nun zur eigenen Sicherheit. Grundregeln sind:  Fahre nie bei Nacht, meide gewisse Stadtteile in Kapstadt, trage nie Wertgegenstände nach außen hin sichtbar. Der Gastwirt empfahl mit, die Strecke bei Michels Plan zu meiden und auf dem Highway M5 und der Autobahn N2 zu fahren, was ich auch getan habe. Nach seinen Ausführungen war die Gegend der R62 sicher und nur in Kapstadt geht es  eben ein bisschen krimineller zu.  War sehr beruhigend für mich, da ich mich die meisste Zeit der Reise auf dieser Strecke befinde.. Auf der Autobhahn darf man in diesem Land mit dme Rad fahren und die ist auch sicher, da ein breiter Standstreifen für Radler gut befahrbar ist. Leider ist sie halt laut und monoton. Immer  wieder treff ich auf geführte Radtourenveranstalter, die im Bus rumgekarrt werden,  im Hänger eine Menge Räder drauf haben und eben an exponierten Plätze die Touris hinbringen. Dort brechen sie dann scharenweise geführt von Gides  aus und  erkunden in Trips von 20 bis 40 Km die Gegend. Wär nichts für mich. Ich genoss meine Freiheit zu tun und lassen was ich wollte und radelte meines Weges.

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Nachdem ich die herrliche Gegend um  am Kap der guten Hoffnung genoss und es an der südlichen Halbinselspitze von der Gegend her trostloser wurde, entschied ich mit nun doch nicht mehr ganz zum Cape Point runterzufahren und bereits bei Simonstown östlich wieder gen Norden zu fahren. Schließlich wollte ich heute noch Stellenbosch erreichen. Wie vom Wirt empfohlen nahm ich die M5 und mied die wenn auch schönere Beachstraße um das gefährliche Mitchells Plain zu umfahren. Die Fahrt dann auf der N2 war stressing aber sicher.  So kam ich bei Dämmerung in die Weingegend bei Stellenbosch und musste feststellen, dass es  sehr nobel zuging. Elegante Cafe`s und Restaurants, durchaus vergleichbar mit Deutschland und ausgesprochen teuer.  Zu meinem Leid wimmelte es hier nur von betuchten Touristen und die Hotels waren alle ausgebucht. Erleichterung in mir, als ein freies Bett in einem Bagpacker Hostel gefunden wurde. Nach einer Dusche ging’s wieder an den Blog, in dem ich auf einen abgewetzten Barhocker vor dem Receptionscomputer einklopfte.  Am nächsten Tag wollte ich es bis Robertson schaffen.

 

1.12. 2014, Montag, 9. Radtag, Plettenburgbay – ueber R 102 Tsitsikamma Nationalpark – nach Stormsrivier 95 Km 1000 Hm

Werte bei GPSIES-Ling teilweise nicht richtig, es werden zuviel Höhenmeter angezeigt. Eingabe in Titelzeile ist richtig

Gpsies Ling zur gefahrenen Strecke

http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=4482D9713A8B41FCE7367DA7CF0DFC8C?fileId=tizdrnrrydbvgvtg

So, es ist wieder so weit, auf in den neuen Tag. Unerbärmlich knallte wieder die Sonne vom strahlblauen Himmel und es ging weiter Richtung Osten. Zum Thema Sonne sollte es nicht zynisch klingen, mir ist die Wettersituation zuhause durchaus bekannt.

Nun haben wir erst Montag und es sind nur noch 280 Km bis nach Port Elisabeth. Doch heut ist erst mal der Tsitsikamma Nationalpark dran. Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung loesten sich nun, obwohl immer mit 50er Sonnencreme behandelt, bereits einige Hautstellen auf der Nase und ich sah aus wie ein groestetes Huhn. Ueberraschend war heut wieder Rueckenwind zu vernehmen und es stand schon wieder einer dieser Anstiege vor mir an, der von Plettenburg aus hinauf auf die etwa 200 Hm hoeher liegende Kuestenstrasse fuehrte. Aufgrund der grossen Hitze ist man schnell durchgeschwitzt, jedoch oben angekommen ging’s dann wieder. Doch nun kommt wie ich so schoen gelesen habe „Der Garden der Garden Route“, also der schoenste Teil dieser Gegend hier. Er fuehrt jaeh nach den erklommenen Hoehenmetern nun wieder auf der R 102 hinab zu Natures Valley. Wieder so ein Aussteigerort, wo man die Buddle Rotwein in den Sand stecken- und die Welt einem den Buckel runter rutschen kann. Meer, Sand, vereinzelt ein paar verlaufene Touris und Sonne, Sonne, Sonne.

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Nachdem ich mir diesen vertraeumten Ort durchgezogen habe ging’s jedoch schon wieder 200 Hm bergauf und ueber mir verdichtete sich landeinwaerts die Bewoelkung. Markant zu die Feststellung, dass hier gewaltige geologische Kraefte am Werk sind und die tiefen Taleinschnitte nicht von Wasserlaeufen, sondern von Erdverschiebungen kommen. Hierbei wird der afrikanische Kontinent nach Norden gedrueckt.  Ja, in einigen hundert Millionen Jahren soll es kein Mittelmeer mehr geben. Es empfiehlt sich also, den nachkommenden Generationen den Tipp zu geben, am Mittelmeer Urlaub zu machen, schiesslich haben wir es nicht mehr lange.

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Es war abgeschattet, regnete aber nicht. Tat fuer meine geroesteten Hautflecken ganz gut. Von der R 102 aus waren auf der N2 zwei markante Bruecken zu sehen, deshalb fuhr ich nochmal zurueck und schaute mir die imposanten Schluchten darunter an. So, dass war nun der erste Teil des Tsitsikamma Parks und nun am Bloukranspass angekommen, die Ueberlegung den noerdlichen Teil des Nationalparks auch noch zu besichtigen. Wenn schon mal da, dann natuerlich! Jedoch erklaerte eine Dame an der Einfahrt zum Park, die Strasse sei gesperrt, jedoch fuer Fahrraeder ginge es. Also trat ich drauf los. Wieder hinab, es wurde enger und der Urwald schien foermlich den Weg einzunehmen. Kein Auto, da gesperrt und lediglich Urwaldvoegel zerrissen die Stille mit ihren Schreien.

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Steil fuehrte der Weg immer tiefer der  Talsohle entgegen. Ploetzlich ein Pavian am Strassenrand, nach einer Kehre mehrere aufgeschreckte Artgenossen und nach einer weiteren Kurve ganze Horden von fluechtenden, aufgeschaeuchten und schreienden Artgenossen. Mit Gaensehaut fuhr ich durch und hoffte nur, es moege keiner dieser stattlichen Tiere mir wutentbrannt nachstellen. Nach diesem Adrelaninestoss kurz ein paar Fotos vom tiefsten Punkt und dem herrlichen Bergbach und dann ging’s wieder bergauf. Die Strasse wurde immer schlechter und Felsabbrueche waren der Grund fuer die Sperrung. Schweissueberstroemt und fast schon fluechtend  war nach  etwa 5 Km wieder einzelne Haeuser zu sehen. Zivilisation um mich und Erleichterung in mir, aus diesem ungewollten Ereignis  heil raus gekommen zu sein. Ein Gedankenszenario!! In der deutschen Presse ein Artikel. „Radtourenfahrer im Dschungel von Loewen gefressen. Neben Knochenresten ein zerfetztes Ski & Bike Trikot“.
Doch nun wieder zurueck auf der Hauptstrasse. Seit vielen hundert Kilometern beobachte ich perfekte, gepflegte Strassenraender. Kurz geschnittener Rasen und kein Muell. Das war in Asien anders. Da waren diese teilweise Muellhalden. Die Firma Stihl ist hier gut vertreten. Denn all die Arbeiter haben diese Rasentrimmer in Aktion und man sieht ganze Strassenkolonnen, die fleissig arbeiten.
So, der Tag neigt sich dem Ende zu. Nach knapp 100 Km und einem erlebnissreichen Tag die Suche nach einer Bleibe. Mein Navi zeigt in Fahrtrichtung die naechste Unterkunft in Stormsrivier. Der kleine Ort beherbergt viele Touristen, die sich in diesem Nationalpark tummeln und ein 5 Sterne Hotel ist auch gleich gefunden. Je ein Stern fuer Akkuladung, Dusche, Essen, Bier, Bett.