14.3. 19. Tag, Ruhetag in Taupo, Weiterfahrt mit dem Bus nach Tauranga

Ling zu gefahrener Strecke mit Bus:

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=kttihzqxgvutwsmk

Ling zu Tagesfotos:

https://www.dropbox.com/sh/xwtv0kburrccemz/AACAeVHS2mZz24XRaFdi8dCma?dl=0

Der Wetterbericht sollte recht behalten, am Morgen war der Himmel grau und es nieselte. War richtig, die letzten Tage das gute Wetter mit dem Rad genutzt zu haben, denn man weiß ja nicht, wie diese Woche weitergeht. Aber zu meinem Problem mit dem Vorderrad. In dem Glauben, es dürfte in so einer Stadt, einer Bikeregion mit zig Radgeschäften kein Problem sein, solche zwei kleine Lager aufzutreiben, der irrt sich. Etwa fünf Versuche schlugen fehl. Entweder sie müssen die Teile mit 2-5 Tagen Lieferzeit bestellen, oder die andere Alternative, sich ein neues Vorderrad zuzulegen. So auch getan. Für 80 Dollar erstand ich eins und meine Kiste rollte wieder. Eine kurze Phase trockenes Wetter stickte mich schon wieder aufzubrechen, doch es machte Sinn, den Körper ein bisschen Erholung zu gönnen, tat ja auch gut das Schlendern durch die Stadt. Ist man in Neuseeland  mal gut hundert Km unterwegs, kommen zwangsweise immer 1500- 2000 Hm hinzu. Das juckt natürlich die Auto- oder Wohnmobilfahrer wenig, aber mich als Satteltaschenschlepper um so mehr. Um jedoch weiter zu kommen, buchte ich für Spätnachmittag den Bus nach Tauranga. Die Stadt hier lebt vom Tourismus. Erstaunlich, was diese Industrie sich alles für ihre Klientel einfallen lässt. Im Infocenter quirlte es nur so von Menschen, die Tagestrips zum Wandern, Kajaken, Fischen, Thermalbaden,  Bootstouren, Fallschirmsprünge…. buchten. Der Lake Taupo ist mit 622qkm der größte See der Nordinsel und ist durch einen Vulkanausbruch vor 26500 Jahren entstanden.  Auch viele Tourenradfahrer sind zu sehen und kaum man sich`s versah, war der Nachmittag vorbei. Einen Tourenbikekollegen aus Arizona hab ich im Backpackers kennengelernt, der hier die Zimmer putzt. Wenn er wieder genug Kohle hat erklärte er mir, dann radelt er wieder weiter. Ein Mannheimer Student prahlte, er habe ebenfalls als Putzkraft angefangen und es bereits zum Receptionsleiter gebracht. Ich schilderte ihm das berühmte Beispiel aus Amerika vom Tellerwäscher zum Millionär. Viele junge Leute jobben sich hier so über Monate durch und sind bei Firmen begehrt, da ausgesprochener Personalmangel herrscht. Hier reden wir aber von Aufenthaltszeiträumen von Monaten.  Hier im Finlay Backpackers sind auch sehr viele Abiturientinnen, die vor dem Studium nochmal eine kleine Auszeit machen wollen. Wie verstört laufen sie jedoch, ständig vertieft in das Handy oder Pad vor sich, rum. Oft hatte ich Angst, sie übersehen Straßenpfosten oder Treppenstufen. Jetzt gilt nur zu hoffen, dass das Wetter die nächsten Tage halbwegs passt. Geplant ist nun, die Reise ab Tauranga auf der Ostseite der Insel, nördlich, Richtung  Coromandel fortzusetzen. Den Blog heut hab ich auf den Bus wartend Nachmittag schon im Cafe angefangen und am Abend fertig geschrieben.  Aufgrund des Wetters und der Busfahrt sind`s heute nur wenig Fotos. Schön war jedoch noch die Abendstimmung in Tauranga, wo wieder touristisch einiges los ist. Das Backpackers hier ist eine Katastrophe. WLan geht nur im Treppenhaus und das ganze Haus ist verschachtelt. Küche im zweiten Stock, lange Zimmergänge und kein gscheiter Radabstellplatz. Mein Rad ist ja nun, durch das neue Vorderrad deutlich mehr wert. Hoffe morgen nicht all zu viel Verkehr auf meinem Gspies Track zu haben.