13.3. 18. Radtag Taumanurui – Taupa

Ling zur Strecke des Tages:  100 Km, 1600 Hm

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=gotekmmkfrfscrbq

Ling zu Fotos des Tages:

https://www.dropbox.com/sh/bl55axa9spuduu4/AADMBf1xC_XOv82HH-KTeLjxa?dl=0

In Satteltaschenlogistik perfekt, war nun jeden Morgen innerhalb 15 Min alles komplett eingepackt und die nächste Tour konnte beginnen. Eitel Sonnenschein und knackige 6 Grad am Morgen. Heute wäre das Tagesziel Taupa gewesen. Was ich auch erreichte, aber wie, dazu später. Es stand zuerst mal ein 700m Pass bevor, wonach es dann nach Turangi runterging. Nach 56 Km sollte dieses Zwischenziel gegen Mittag erreicht sein. Im Gegensatz zur gestrigen Strecke, war es heute etwas monotoner. Wieder Highwaycharakter, noch mäßiger Sonntagsverkehr und die Berge um mich in tiefliegender Bewölkung gehüllt. Die Landschaft ist hier bei weitem nicht mehr so schön wie die letzten zwei Tage durch den Forgotten World Highway. Der Pass ging moderat mit 7-12% auf die 920m n.N.  hoch und es dauerte bis Mittag, bis halbwegs passable Temperaturen herrschten. Das Aussichtsplateau war kurz vor Mittag erreicht und bot aufgrund der mäßigen Sicht jedoch nichts besonders, abgesehen von einen deutschen Touri, der mir seine Reiseerlebnisse erzählte.   Heut früh dacht ich noch insgeheim, technisch gesehen, war bisher am Rad eigentlich alles in Ordnung. Kein Platter, kein sonstiger Defekt. Aber es sollte anders kommen. Bei der Abfahrt waren plötzlich aus dem Vorderrad laute Geräusche zu hören, die ich zuerst nicht definieren konnte, doch schnell war klar, dass irgendwas am Radlager gebrochen schien. Knack- und Krachlaute, die über den Rahmen bis ins letze Haar markerschütternd durchgingen. Es war ein Bruch des linken Lagers.  Vorsichtig fuhr ich den Pass hinab und fühlte förmlich mit, wie sich metallische Teile des Lagers lautstark in Späne auflösten . Das Vorderrad taumelte  schon leicht und die Überlegung kam auf zu trampen, oder einfach so weit es ging weiterzufahren.  20 Km ging es gut bis Turangi, und siehe da, ein Bikeshop mit Service. Doch oh Schreck,  es ist Sonntag, Laden geschlossen und telefonisch  keiner erreichbar. Vor dem Feuerwehrhaus zerlegte ich die Nabe, entfernte die Späne  und baute, da der Nabendynamo in die eine Richtung teilweise blockierte, das Rad gegen die Laufrichtung  ein. Es schien wieder zu funktionieren. Jedoch lief es nur noch auf dem noch guten Lager. Es war Rückenwind und die Hoffnung es möge taumelnd noch 50 Km bis Taupo halten. 30 Km ging es gut, bis auch in immer neuen Geräuschen auch dieses Lager seinen Geist aufgab, nun das ganze Vorderrad ohne Führung wackelte und ich endgültig stand. Als Tramper wartete ich genau 10 Sekunden, bis ein Wohnmobil hielt. Eine freundliche Neuseeländerin, Krankenschwester mit zwei Pudel, nahm mich freundlich auf,  ich steichelte ihre Hündchen, sie verköstigte mich mit Pfirsiche  und  fuhr mich bis Taupo. Es war zwischenzeitlich  18:00 Uhr und ein Backpackers mit großem Radgeschäft nebenan war auch schnell gefunden. Montag früh  gibt es entweder ein neues Vorderrad oder Lager.  Tja, da macht man was mit. Große Sorge wegen des Wetterberichtes. Er wird bei jedem Ansehen immer schlechter. Jetzt kündigt er schon für die ganze nächste Woche Regen an. Aber Morgen wissen wir mehr. Bin nun mal kein Schlechtwetterfahrer.