6.3. 11. Radtag, Murchison – Nelson

Link zu Bilder des Tages:

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Link zu Strecke des Tages: 125 Km  1750 Hm

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=vljnzucfohjymgmc

Es hat mit der Übernachtung wieder alles gepasst, bereits um 9:00 Uhr war ich auf der Straße, alles bereits routinemäßig aufgerüstet und wieder Traumradelwetter. Angenehme 18 Grad, leichter Rückenwind und es ging wieder an`s Höhenmetersammeln entlang des Bullet Rivers. So schön die Gegend auch sein mag, so einförmig wirkte sie.  Nach etwa 50 Km kam die erste knackige Anhöhe, der Hope Saddle,  etwa 300 Hm mit Rückenwindunterstützung. Dann wieder eine lange Talfahrt, wo bis Kohatu fast ohne Kraftanstrengung das Rad dahinrollte.  Es stand eine weitere Steigung an und der Wind frischte noch kräftiger  auf. Gottseidank wieder von hinten, böenartig und launisch, diesmal  mit 80 -100 Km. Nun brauchte man bergauf nicht mehr treten und ganz ohne Kraftanstrengung ging„s wie im Fahrstuhl hoch. Ein schönes Gefühl  wie ich es  in der Intensität noch nie erlebt habe.

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Die Straße war förmlich in den Berg gefräßt und es entstand wohl in dieser Rinne eine Düsenwirkung.  Tolles Erlebins! Die Landschaft änderte sich nun, es wurde baumloser und, da ich mich nun bereits deutlich weiter  nördlich befand, wurde es auch deutlich  heißer. Probleme hatte ich mit meinem Ski&Bike Radtriko, genauer gesagt mit dessen Gelb grüner Farbe. Irgend eine fette, tiefbrummende Hummelart verwechselte mich wohl mit einer Riesenblüte und bei Anstiegen oder Pausen wollten die Kerle ständig an mich andocken und mich befruchten oder bestäuben.

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Irgenwie unangenehm, es könnte ja auch mal eine stechen. Aber gut, das Steigungsprofil war mir heute deutlich angenehmer, lieber geht`s kräftig bergauf, als immer kurze Steigungen und dann die erstrampelten Höhenmeter wieder zum zigten male verbraten. 20 Km vor Nelson wurde der Wind so stark, dass es schier bei der Brotzeit das Rad umbließ und große Staubwirbel entstanden. Die Sonne knallte vom Himmel und und der Schweiß tropfte aus meinem Helm. Gut dass in Nelson bei entsprechenden Verkehrsaufkommen ein eigener Radweg angelegt war und dort angekommen war ein Traumstrand bei Ebbe mit vielen Menschen zu sehen.

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Das gebuchte Bagpackers war drei Etagen hoch am Berg, wo das Fahrrad inclusive Satteltaschen hochgeschleppt werden musste. Der Rest ist zwischenzeitlich Routine.

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Im 8 Mann Zimmer, bei vorwiegend deutschen Studenten oder Abiturienten wurden Informationen ausgetauscht und wieder für den nächsten Tag im Supermarkt eingekauft. Abends war noch Stress, bis die Fähre nach Wellington, sowie das Bagpackers in Picton gebucht war.  Morgen liegt der letzte Tag auf der Südinsel bevor und aufgrund der Nachmittagshitze macht es Sinn frühzeitig loszutreten. Es war wieder ein erlebnisreicher Radtag.