1.3. 6. Radtag Wanaka – Haast

GPSies - 1. März 2016 Wanaka - Haast 144Km 2000 Hm  Link der Tagesstrecke

156 Km 1100 Hm

Link zu den Tagesbildern

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Als ich aufwachte traute ich meinen Augen nicht. Alle vier Betten waren belegt und eine Menge Gepäck stand auf den spärlichen Quadratmetern vor mir. Es war 8:00 Uhr und Zeit den Tag vorzubereiten. Leise, da die andern noch schliefen,  wurde das ganze Zeugs eingepackt und mit was noch von gestern im Rucksack war  ordentlich gefrühstückt. Eine Tasse Kaffee bekam ich geschenkt. In eiskalter Luft ging`s runter zum Touristinfo und hurra, es war noch ein Platz im Backpackers in Haast frei. Gleich gebucht und als Draufgabe auch noch die übernächste Nacht am Foxgletscher, da die Dame nun schon mal am PC war. Ist einfach ein schönes Gefühl, ein sicheres Domizil zu wissen. Es ging wieder zurück und kaum man sich umschaut war es 10:00 Uhr. Es war echt stress, da meine Zimmerkumpanen, vier Israelis, auch ihre Rucksäcke ausgepackt hatten und es war das reinste Chaos im Zimmer. Hab schon Probleme mit meinen eigenen Sachen zurechtzukommen und dann auch noch dies. Bis auf mein Ladegerät war alles auf dem Rad, doch dies brachte mir noch einer kurz vor der Abfahrt. Glück gehabt! Endlich auf dem Rad. Die Gegend um mich war herrlich. Wenn es auch eiskalt war, so war die Luft im strahlblauen Himmel klar.

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Mein Navi führte mich entlang des Lake Hawea, wo bereits so gegen Mittag sich über 600 Hm angesammelt hatten. Lauter kleine Stiche, die mit den Satteltaschen ganz schön in die Beine gingen. Im Großmarkt deckte ich mich mit Essen und Getränke  ein, die natürlich auf`s Gewicht schlugen, denn es  war ungewiss, ob auf der Strecke eine Versorgung da ist. Die Westküste bei Haast ist sehr dünn besiedelt.

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Es war der Makaora Pass zu fahren, der jedoch nur 600m hoch war und kein Problem darstellte. Bergab Richtung Meer war er richtig steil und landschaftlich ein Traum. Zig Wasserfälle stürzten laut donnernd aus großen Höhen aus den steilen Urwaldhängen.  Was  die Schönheit der Landschaft anbelangt, so kann man sie kaum in Worte fassen.  Von baumkarger Umgebung wurde es nun tropisch, die Luft wurde feuchter und irgendwann war ich im Regenwald.

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Zwischen den Bergen ragten weiß schneebedeckte Bergriesen hervor und Verkehr sowie Wind hielten sich in Grenzen. Lediglich bei den letzten 30Km vor vor Haast pfiff der Wind von vorne, aber das war überschaubar. Haast ist ein kleines Kaff am Ende der Welt mit einem Supermarkt, ein paar Motels und das wars dann auch.  War ein schöner Radtag.